HISTORY

Der 9. Mai 2009 war ein denkwürdiger Tag. Nach über 1.5 Jahren Vorbereitungszeit und tatkräftiger Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher BASSaktivisten war es endlich soweit und das BASSart Festival konnte eröffnet werden.

Um die Kunstausstellung im Basement des Forum am Deutschen Museum möglichst publikumsfreundlich zu gestalten und vor allem, um diese den jüngeren Besuchern leichter zugänglich zu machen, entschieden wir uns für eine frühzeitige Öffnung der Pforten um 19 Uhr mit kostenfreiem Eintritt.

Den Busgruppen-ähnlichen Ansturm schon vor Eröffnung konnte allerdings keiner erwarten. Nach der ersten Überforderung an Tür und Kasse entwickelte sich der Abend mehr und mehr zu dem, was wir uns vorgestellt hatten. Künstler und Aktivisten aus München und Bayern präsentierten ihre Kunst und Performances gemeinsam in einem eindrucksvollen Gebäude mitten in München, einem Publikum, welches sonst schon „under ground“ gehen muss, um ähnliches in kleinerer Ausprägung zu erleben.

Je später der Abend, desto mehr übernahm wummernder BASS den Raum und bewegte die Menschen darin. BASSart hat eine bewusste Affinität zur Technik. Soundengineering vom Feinsten und mächtige Sub-Bass-Systeme unserer freundlichen Sponsoren VOID und Kling & Freitag (installiert von MDS PA Tec) sorgten für den ziemlich sicher fettesten BASS, den ein Club in Deutschland je erlebt hat. Unser Wunsch war, dass die Creme de la Creme der deutschen Soundtechnik-Schmieden sich auf dem BASSart Festival ausleben – und genau das haben sie mit Technik im Wert von über 300.000,- EUR getan. Vielen Dank!

Die Eigendynamik der Nacht, die dann folgte, lässt noch heute viele davon sprechen. Vom BASS flatternde Kleidung, Visual Art wohin man auch sah, zum BASS durch Licht und Ton springende Menschenmassen und ein langer, langer Ausklang.

Wenn Künstler, Crews und Musiker, die Jahre lang das prägten, was „Subkultur“ oder „Underground“ genannt wird (es selbst aber nie so nennen würden), gemeinsam und zur gleichen Zeit auftreten, kann das nur eine außergewöhnliche Erfahrung sein. Beim BASSart Festival 2009 waren es über 130 aktive Personen und über 2.000 Besucher. Wir sind da! DJs, MCs, Musiker, Performance-Artisten und Straßenkünstler – Autodidakten und Profis. Keine „Subkultur“, eher eine „Urban Upculture“. Wir heben die allgemeine Stimmung an, feiern die Gemeinschaft, bereichern die Gesellschaft mit Musik, Kunst und einer reichen Lebenskultur.  In der Tradition der Bewegungen, die unsere letzten Jahrzehnte maßgeblich beeinflusst haben, dem Skateboarding, Graffiti, Breakdancing, Hip Hop & DJing, geht es auch bei BASSart um „skills“. Was haben wir drauf? Worin sind wir die besten? Über die Stadtgrenzen hinaus. Diese Bestandsaufnahme soll BASSart bieten, gegenseitige Inspiration und daraus entstehende Vielfalt fördern.

BASSart 2010 – Du weißt nicht, was Dich erwartet.

Impressionen des BASSart Festival 2009